Eucharistie

Lebendiges Brot, das vom Himmel kommt - Leib und Blut Christi


Johannes 14, 6-10

"... Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!

 

Rufen wir uns hier eine Rede von Papst Benedikt XVI in Erinnerung, die er  in München an Familien und Erstkommunionkinder richtete:

PREDIGT VON BENEDIKT XVI.

Kathedrale in München
Sonntag, 10. September 2006

 

Liebe Kommunionkinder!
Liebe Eltern und Erzieher!
Liebe Schwestern und Brüder!

Die Lesung, die wir jetzt gerade gehört haben, ist dem letzten Buch der neutestamentlichen Schriften, der sogenannten Offenbarung des Johannes entnommen. Dem Seher wird ein Blick nach oben, in den Himmel, und nach vorn, in die Zukunft, geschenkt. Aber gerade so redet er auch über die Erde und über die Gegenwart, über unser Leben. Wir sind ja im Leben alle unterwegs und gehen auf die Zukunft zu. Und wir wollen den richtigen Weg finden – das wahre Leben entdecken, nicht auf einem Holzweg, nicht in der Wüste enden. Wir möchten nicht am Ende sagen müssen: Ich bin den verkehrten Weg gegangen, mein Leben ist verpfuscht und schief gelaufen. Wir wollen des Lebens froh werden; wir wollen, wie Jesus einmal sagt, „Leben in Fülle haben“....

Wie dies möglich wird erklärt uns Papst Benedikt hier : http://http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2006/documents/hf_ben-xvi_hom_20060910_vespers-munich_ge.html

 

Gertruda Detzel

Diese Frau möchte ich in nächster Zeit gerne vorstellen. Sie wurde nach Kasachstan verschleppt und lebte schließlich in Karaganda. Die Geschichte dieses Ortes kann hier nicht aufgeführt werden. Gertruda war eine große Persönlichkeit und bereitete im Untergrund Kinder auf ihre heilige Kommunion vor. Ich möchte mit der Zeit meine Recherchen zu ihrem Leben zusammenfassen und Ihnen hier vorstellen. Sicher bin ich mir schon jetzt, dass sie eine starke Fürsprecherin ist. Ich durfte mehrmals mit Zeitgenossen in Kontakt treten und möchte diese Augenzeugenberichte hier zu gegebener Zeit veröffentlichen.

Folgende Zeichnungen

gemalt mit einfacher Wasserfarbe, haben eine eigene Geschichte:

Pfarrer Rudrof gab sie erst hochbetagt der Öffentlichkeit. Sie entstanden nach dem Krieg im Sanatorium. Er wurde an einem heiligen Abend als Neupriester ausgeweiht und war durch die Nazi zu einem Fussmarsch nach Moskau gezwungen . So konnte er die Eucharistie nicht feiern und darüber traurig, begann er mit seinen Betrachtungen über das Sakrament des Altares und die Berufung des katholischen Priesters. Er erschrak über dieses Mysterium und fand in Moskau einen Jesuiten, dem er seine Erkenntnisse offen legte. Dieser ermutigt den jungen Mann in seinen Meditationen fortzufahren. Viel später erst überwand er seine Scheu und gab diese Bilder in Druck. Ich danke den Geschwistern Wölfle (Erbwalter der Bilder)  sehr für die Rechte und habe schon manche Rückmeldung erhalten, die von der Segenskraft der Bilder sprechen.

So schreibt der Maler selbst in seinem kleinen Büchlein:

Wie kamen die Bilder zustande?

Drei Wochen vor der Priesterweihe wurde ich zum Militärdienst der Sanitätersoldaten eingezogen. Doch mit drei Mitbrüdern bekamen wir eigenen Urlaub. So war am 23. Dez.1940 nachmittags die Heimfahrt von der Kaserne. Am 24. war Priesterweihe, am 25. Primiz. Beim Kirchengebet der Primizmesse kam mir der Gedanke: Was weis ich eigentlich von der hl. Messe?

Nach der Ausbildung meldete ich mich zu einem Feldlazarett. Ein solches Lazarett ist in zwei Stunden auf - wie abgebaut und wird hinter der kämpfenden Front eingesetzt. Wegen der schlechten Straßen im Osten waren wir pferdebespannt. Unsere Wagen waren überladen. So gab es kein Aufsitzen. In Kattowitz, Oberschlesien wurden wir vom Zug abgeladen. Von da aus ging es zu Fuß durch Polen zum Kriegsbeginn bis an die polnische Grenze, dann im Krieg weiter über Lemberg bis Kiew, dann Moskau und Tula.

 

 

Auf dem ganzen Fußweg war ich allein einem Wagen als Begleiter zugeteilt. Wo nicht Strapazen uns den Atem nahmen zu laufen. - Da kam ich mit einem Jesuitenpater zusammen, der mir in der Betrachtung weiterhalf….

Nach Kriegsende wurde ich als Benefiziat in Dinkelsbühl schwer krank. Schulverbot wegen einer offenen Lungentuberkulose! Kur in einem Krankenhaus. Da malte ich die Bilder der hl. Messe 1951.

Franz Ruhdorf, Pfr.

 

 

Eine großartige Zusammenfassung des eucharistischen Glaubens finden wir in dem Schreiben "sacramentum caritatis".

In diesem Quelltext begegnen wir umfassend einem wunderbaren Prisma, das uns diesem Geheimnis näher bringen kann. Der folgende Link führt uns zum vollständigen Text. Ich füge hier nur die Inhaltsangabe ein.


Sacramentum caritatis

NACHSYNODALES
APOSTOLISCHES SCHREIBEN
SACRAMENTUM CARITATIS
SEINER HEILIGKEIT
PAPST BENEDIKT XVI.
AN DIE BISCHÖFE
DEN KLERUS, DIE PERSONEN
GOTTGEWEIHTEN LEBENS
UND AN DIE CHRISTGLÄUBIGEN LAIEN
ÜBER DIE EUCHARISTIE
QUELLE UND HÖHEPUNKT VON LEBEN
UND SENDUNG DER KIRCHE

 

EINFÜHRUNG [1]

Die Speise der Wahrheit [2]
Die Entwicklung des eucharistischen Ritus [3]
Die Bischofssynode und das Jahr der Eucharistie [4]
Der Zweck des vorliegenden Schreibens [5]

ERSTER TEIL
EUCHARISTIE, EIN GEHEIMNIS, AN DAS MAN GLAUBT

Der eucharistische Glaube der Kirche [6]

Die Heiligste Dreifaltigkeit und die Eucharistie

Das Brot vom Himmel [7]
Ungeschuldete Gabe der Heiligsten Dreifaltigkeit [8]

Eucharistie: Jesus, das wahre Opferlamm

Der neue und der ewige Bund im Blut des Lammes [9]
Die Einsetzung der Eucharistie [10]
Figura transit in veritatem [11]

Der Heilige Geist und die Eucharistie

Jesus und der Heilige Geist [12]
Heiliger Geist und Eucharistiefeier [13]

Eucharistie und Kirche

Eucharistie - Kausalprinzip der Kirche [14]
Eucharistie und kirchliche Communio [15]

Eucharistie und Sakramente

Die Sakramentalität der Kirche [16]

I. Eucharistie und christliche Initiation
Eucharistie, Fülle der christlichen Initiation [17]
Die Reihenfolge der Initiationssakramente [18]
Initiation, kirchliche Gemeinschaft und Familie [19]

II. Eucharistie und Sakrament der Versöhnung
Ihre innere Verbindung [20]
Einige pastorale Anweisungen [21]

III. Eucharistie und Krankensalbung [22]

IV. Eucharistie und Priesterweihe
In persona Christi capitis [23]
Eucharistie und priesterlicher Zölibat [24]
Priestermangel und Berufungspastoral [25]
Dankbarkeit und Hoffnung [26]

V. Eucharistie und Ehe
Eucharistie, ein bräutliches Sakrament [27]
Eucharistie und Einzigkeit der Ehe [28]
Eucharistie und Unauflöslichkeit der Ehe [29]

Eucharistie und Eschatologie

Eucharistie: Geschenk an den Menschen unterwegs [30]
Das eschatologische Mahl [31]
Das Gebet für die Verstorbenen [32]

Die Eucharistie und die Jungfrau Maria [33]

ZWEITER TEIL
EUCHARISTIE, EIN GEHEIMNIS, DAS MAN FEIERT

Lex orandi und lex credendi [34]
Schönheit und Liturgie [35]

Die Eucharistiefeier, ein Werk des «Christus totus»

Christus totus in capite et in corpore [36]
Eucharistie und der auferstandene Christus [37]

Ars celebrandi [38]

Der Bischof, Liturge schlechthin [39]
Die Beachtung der liturgischen Bücher und des Reichtums der Zeichen [40]
Kunst im Dienst der Zelebration [41]
Der liturgische Gesang [42]

Die Struktur der Eucharistiefeier [43]

Die innere Einheit der liturgischen Handlung [44]
Der Wortgottesdienst [45]
Die Homelie [46]
Die Darbringung der Gaben [47]
Das eucharistische Hochgebet [48]
Der Austausch des Friedensgrußes [49]
Austeilung und Empfang der Eucharistie [50]
Die Entlassung: «Ite, missa est» [51]

Actuosa participatio [52]

Authentische Teilnahme [53]
Teilnahme und priesterlicher Dienst [53]
Eucharistiefeier und Inkulturation [54]
Persönliche Bedingungen für eine «actuosa participatio» [55]
Die Teilnahme nicht katholischer Christen [56]
Teilnahme über die Kommunikationsmittel [57]
«Actuosa participatio» der Kranken [58]
Die Aufmerksamkeit gegenüber den Gefangenen [59]
Die Migranten und die Teilnahme an der Eucharistie [60]
Die großen Konzelebrationen [61]
Die lateinische Sprache [62]
Eucharistiefeiern in kleinen Gruppen [63]

Die mit innerer Teilnahme erlebte liturgische Feier

Mystagogische Katechese [64]
Die Ehrfurcht vor der Eucharistie [65]

Anbetung und eucharistische Frömmigkeit

Die innere Beziehung zwischen liturgischer Feier und Anbetung [66]
Die Praxis der eucharistischen Anbetung [67]
Formen eucharistischer Frömmigkeit [68]
Der Standort des Tabernakels in der Kirche [69]

DRITTER TEIL
EUCHARISTIE, EIN GEHEIMNIS, DAS MAN LEBT

Eucharistische Form des christlichen Lebens

Der geistige Gottesdienst - logiké latreía (Röm 12,1) [70]
Allumfassende Wirkkraft des eucharistischen Kultes [71]
Iuxta dominicam viventes - sonntäglich leben [72]
Das Sonntagsgebot leben [73]
Der Sinn von Ruhe und Arbeit [74]
Sonntägliche Versammlungen in Abwesenheit eines Priesters [75]
Eine eucharistische Form des christlichen Lebens, die kirchliche Zugehörigkeit [76]
Spiritualität und eucharistische Kultur [77]
Eucharistie Evangelisierung der Kultur [78]
Eucharistie und gläubige Laien [79]
Eucharistie und priesterliche Spiritualität [80]
Eucharistie und gottgeweihtes Leben [81]
Eucharistie und sittliche Verwandlung [82]
Eucharistische Konsequenz [83]

Eucharistie, ein Mysterium, das verkündet werden soll

Eucharistie und Sendung [84]
Eucharistie und Zeugnis [85]
Christus Jesus, der einzige Retter [86]
Religionsfreiheit [87]

Eucharistie, ein Mysterium, das der Welt angeboten werden soll

Eucharistie, gebrochenes Brot für das Leben der Welt [88]
Die sozialen Implikationen des eucharistischen Mysteriums [89]
Die Speise der Wahrheit und das Elend des Menschen [90]
Die Soziallehre der Kirche [91]
Heiligung der Welt und Bewahrung der Schöpfung [92]
Nützlichkeit eines eucharistischen Kompendiums [93]

SCHLUSS [94]

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